Bittersweet

Vor etwa 2 Wochen war ich wieder in der misslichen Lage, zum Zahnarzt zu müssen, was mir ja an sich sowieso nicht viel ausmacht und mir dieses Mal sehr in den Plan passte. Ich würde ihn dort sehen, das war schon einmal ein großer Pluspunkt.

Also konnte ich mich darauf vorbereiten, womöglich die Frage aller Fragen zu stellen.

Während ich im Behandlungsraum herum lag unterhielt ich mich kurz mit der eigentlich sympathischen Assistentin. Verständlicher Weise passte mir ihre Anwesenheit trotzdem nicht so ganz, für seine Tätigkeit ist es aber nun einmal von Nöten. Besonders, wenn wie bei mir, doch nicht nur geschaut wird, ob irgendetwas zu machen sei. Dann wäre ich nicht da, ich bin da eher die Kategorie „Dauerbaustelle“.
Dann trat er ein:

„Hallo, was gibt es denn heute zu tun?“
„Naja, ich kaue nachts heimlich gern auf Pflastersteinen herum. Dabei ist mir bei einer alten Füllung ein Stück heraus gebrochen“, entgegnete ich.

Er lachte.

„Wir hatten doch gesagt, dass wir an dem einen Zahn aber erstmal nichts machen…?“
„Ja, aber es ist der dahinter.“
„Okay und ist es ein großes Stück, also fühlbar?“
Ich schaute ihm in die Augen und nicke wie Irre, es WAR ein großes Stück, er lachte wieder (über meine Reaktion) und ich sank zurück in den Stuhl, um ihn nach diesen Auskünften mit seiner Arbeit beginnen zu lassen.

„Ich setz da jetzt erstmal eine Betäubung…“
Gesagt, getan. Dann verabschiedete er sich kurz, die andren Patienten warteten wohl auch auf ihn. Und in der Hoffnung, dass dort eine Art kurzweilige Sache dazwischen war, schaute er sich schätze ich wohl mal jemand andren an. Es war abends und in dieser Praxis mit mehreren Ärzten hat am einzigen langen Tag offenbar immer nur einer Dienst.
Wenige Minuten später kehrt er zurück und fragt im Gehen, ob ich denn noch was spüre oder es betäubt sei. Ich nickte. Währenddessen folgte ihm natürlich die Assistentin.

„Auch die Lippe?“
„Ja, hab schon drauf rumgeknuspert“
Wieder lachte er.

„Na dann fangen wir mal an, Sie müssen ganz weit aufmachen und etwas zu mir rüber drehen, das ist eine sehr ungünstige Stelle.“
„Wär doch irgendwie praktisch, wenn man den Kiefer aushaken könnte, wie eine Schlange, oder?“
„Ja,(Lachen) in der Tat“

Da meldet sich auch die Assistentin zu Wort:
„Oder einfach abgeben und sie gehen dann ein wenig spazieren und kommen eine halbe Stunde später wieder und holen alles ab.“
„Aber das sieht ja blöd aus, wenn man so ohne Unterkiefer rumläuft.“
„Dann müssten Sie einen Schal tragen. Im Sommer allerdings wohl etwas warm.“
Alle lachten.

Dann ließ ich alles über mich ergehen, zwang mich sogar den Mund länger als es mir angenehm war so weit offen zu behalten und wartete auf das nicht kommen wollende Ende der Behandlung.

„Das war jetzt etwas komplizierter als Gedacht“ sagte er, als die Sache dann endlich erledigt war. Ich musste wohl oder übel aus dem Stuhl klettern, dabei wurde ich dann doch etwas nervös. Ich ging auf ihn zu, gab ihm die Hand und bedankte mich. Ich weiß garnicht, ob das normal ist, aber irgendwie mach ich das immer.

Und eigentlich war der Plan, dass ich ihn noch dort vor Ort frage, ob er mit mir was trinken geht… nach Feierabend oder am nächsten Tag. Aber leider möchte ich das wirklich ohne irgendwelche Zeugen machen. Ich spürte förmlich die Blicke der Asssistentin im Nacken. Auch wirkte er ein wenig in Eile, weil der nächste Patient schon wartete und bei mir dann doch wieder mehr Zeit benötigt wurde, als zuvor angenommen.
Unter Zeugen, die darüber tratschen könnten so eine Frage stellen, das wollte ich nicht. Ich hoffe also, dass ich dann beim nächsten Mal vielleicht die Chance bekomme.

Aso drehte ich mich um und verließ den Raum.
Ich war wirklich ein wenig traurig.
Als ich es einem Kumpel erzählte und er mir daraufhin den Link zu diesem Bild schickte, war ich zumindest ein klein wenig aufgeheitert 😉

Freitags dreh ich durch und schreibe Testamente

Manchmal, aber nur manchmal, hat die Honi ein kleines bisschen Mist im Kopf *träller*
Bitte denkt euch die Melodie von „Manchmal haben Frauen“ von den Ärzten hinzu.
Und ich kann nur sagen, es wird alles wieder gut, dieser Blogpost ist so etwas wie ein Ausnahmezustand, in dem jemand* geistesgegenwärtig die History kopierte, um sie zu nutzen. *ich

Honi:
Habe gerade „viemlich ziel“ geschrieben :-/
Es geht dem Ende zu.

Sven:
Uuiui…wirst du das Ende des Tages noch erleben?

Honi:
Bin nicht sicher, mein rechtes Bein pennt gerade ein…. bzw befindet sich schon im Koma

Sven:
Ohwei ohwei…
Okay damit du dir keine Sorgen machst… wenn du von uns gehst kümmere ich mich darum dass du in angemessener Bekleidung vorgefunden wirst…

Honi:
Ich BIN gekleidet 😛

Sven:
Na aber vielleicht zerreißt ja etwas beim Umfallen oder so…

Honi:
Ne, ich falle ja nicht weit… hier ist überall Sofa um mich herum.

Sven:
Du brauchst dich nicht schämen… ich guck auch gar nicht hin, wenn ich dich umziehe ^^
Natürlich muss ich dann meinen Weg erfühlen… aber wir packen das schon!

Honi:
Bah, du Ekel, ey! 😀

Sven:
Was denn? Ich mach doch gar nichts? Beide Hände sind auf dem Tisch ^^

Honi:
^^ Will ich dir auch geraten haben!

Sven:
Müssen deine Katzis gefüttert werden?

Honi:
Erst morgen, heute haben die schon bekommen.

Sven:
Gut, dann lass ich mir Zeit.

Honi:
Bis dahin stinke ich doch schon!

Sven:
Gegen Gestank gibts Wäscheklammern ^^

Honi:
Ich habe gar keine, musst du selbst mitbringen.

Sven:
Kein Thema, noch irgendwas zu erledigen dann?

Honi:
Sag dem ZA, dass ich in der letzten Nacht von ihm träumte ^^
(Anm. d. Red.: ZA= Zahnarzt. Und ich habe wirklich von ihm geträumt, mehr dazu ein anderes Mal)

Sven:
Ja, das dachte ich mir schon…
Und dass der Idiot nun zu spät kommt 😛

Honi:
Wieso zu spät kommt? Wer sagt denn, dass er je irgendwas vor hatte mit mir?

Sven:
Naja, wenn dann ist es dann zu spät… ^^

Honi:
Und sag Hamlet und Hanni unbedingt, dass sie mal ihre Wohnung ausmisten sollen. Dass ich viel gemütlicher eingerichtet bin und sie meine Einrichtung übernehmen können. Die Waschmaschine kannst du haben, die haben eh keinen Platz dafür.

Sven:
Aber ich hab eine… ^^
Ich nehme dann lieber andere Sachen von dir 😛

Honi:
Ah -.- Ich meinte Geschirrspüle, ich sags nur immer falsch.
Aber ich hab was besseres als eine Waschmaschine, nämlich einen Waschtrockner ^^

Sven:
Asoo… ne danke für Geschirrspüler hab ich auch keinen Platz.

Honi:
-.- ihr seid doch alle doof.

Sven:
Die Küche ist nun einmal klein… tut mir leid…
Aber wir werden sicher einen dankbaren Abnehmer finden, vielleicht braucht der ZA ja einen 😛

Honi:
😦 er darf mein Bett haben.
Und all meine Schlüppis 😀

Sven:
Aber nur er oder? ^^
Auch die dreckigen?

Honi:
Wenn er mag.
Ja, wenn er eine Freundin hat, kriegt er garnix 😛

Sven:
Auch den Schlüpper, den du bei deinem Ableben trägst?

Honi:
Wenn er eine Freundin hat, dann sagste nur, dass er bestimmt schuld ist, dass ich so crazy geworden und verendet bin!

Sven:
Jo klar… dafür mach ich ihn verantwortlich!

Honi:
Ne, der Schlüpper den ich während des Ablebens trage, wird eingerahmt…so dass der ZA da nicht ran kann… aber aufhängen darf er sich das!

Sven:
Okay… dann kauf ich noch einen Rahmen und tus rein…
Irgendwelches belastendes Material auf den Rechnern das vernichtet sollte? ^^
Die Grafikprogramme oder so? ^^

Honi:
Nö.
Achso! Auf dem großen Rechner, ja. Den kannst du dann formatieren…
Die netten Sachen hab ich alle auf einer Externen… also wichtige Daten.

Sven:
Nette Sachen? Wichtige Daten?

Honi:
Icq-Histories, Bilder… mein Zeugs halt.

Sven:
Oh, achso. Gut.

Honi:
Aber das Netbook kann Hanni haben wenn sie will. Und irgendwer muss die Katzis nehmen…

Sven:
Gut, der ZA wenn er will? ^^

Honi:
Hm, weiß nicht… kannst du auch wenn du willst.

Sven:
Hm nagut… bisschen Fell kürzen… dann okay ^^.
Ich dachte nur er, damit er was von dir streicheln kann… ^^

Honi:
Naja, er stand mir ja leider nie Nahe… ich denk nicht dass er es vermissen kann.

Sven:
Okay. Dann kann ich was von dir streicheln… auch okay ^^

Honi:
Äh… du hast ein bisschen einen an der Klatsche ^^

Sven:
Jetzt hab ich einen an der Klatsche? Soso… aber dass ich dir den Schlüppi auszieh und jemandem einrahme war okay 😛

Honi:
Na nur wenn er mag 😀 Ist ja kein alltägliches Accessoire für die Wand 😀
Obwohl er stand mir näher als du 😀
Jedenfalls wenn man bedenkt, dass er schon mit seinen Händen in mir rumgefuhrwerkt hat 😀

Sven:
Stimmt… 😦 Will auch!

Honi:
Nene, er weiß wenigstens was er tut 😛

Sven:
lol

Honi:
Auch wenn ich nix dagegen hätte, wenn er ein bisschen verpeilter ist, wenn er an mir zugange ist 😀
Also… halt… weniger konzentriert weil völlig übermannt oder so 😀

Sven:
Soso. Wenn ich meinen Finger in deine Nase stecke, weiß ich auch recht genau was ich tu 😀

Honi:
Du bist echt doof ^^

Sven:
Sorry ^^

Honi:
Und sag dem ZA, dass er tolle Augen hat und ich mich gern von ihm behandeln ließ 😀 Und noch gern um einiges mehr, wenn du verstehst… 😀

Sven:
Okay. Nutz doch deine letzten Stunden und schreib ihm einen Brief ^^

Honi:
Er soll halt meinen Blog lesen…ich bin nicht sicher, ob das mit einem Brief so gut kommt…
Vielleicht ist er ja vergeben, dann sollte er das besser alles nicht so genau wissen.

Sven:
Okay^^ Gut dass du das so siehst und nicht sagst „wenn nicht, dann gib ihm den Brief“…
Wär schon doof, eine Unterhaltung mit einem anderen Kerl mit den Worten „sind sie
vergeben?“ zu beginnen.

Honi:
Außer dass er schuld ist natürlich, das kannst du ihm sagen!

Sven:
Ja das ist klar.

Honi:
Aber er soll das Lächeln und Strahlen nicht verlernen…und vielleicht… wenn ich von oben runter schau, dann… kann ich ihn ja noch viel besser kennenlernen, als bisher…
Er soll sich stets beobachtet fühlen 😀 Aber nur, wenn er eine Freundin hat!!
Sonst ists gemein…Aber als Single darf er das Gefühl haben, dass ich auf ihn achte 😀

Sven:
Nagut, bestimmt besonders unter der Dusche… 😛 …und in deinem Bett…

Honi:
Jap! 😀

Sorry^^

Kurzmitteilung

Ich weiß, hab lange nichts mehr geschrieben. Irgendwie hatte ich keine Lust.

Allzu viel ist auch nicht passiert und ich dachte, ich hör mal auf immer nur von Kerlen zu schreiben. Das wird mir vermutlich auch in Zukunft häufiger nicht gelingen… man möge mir verzeihen.

Eigentlich sind sogar ein paar Dinge passiert, nur hatte ich keine große Idee, wie ich das nun zu einem gesamten Eintrag verwerten könnte. Zusätzlich waren in den letzten 4-5 Wochen 2 absolut unglaublich faule dabei, in denen ich nicht einmal mein mir selbst gesetztes nicht allzu hohes Arbeitspensum erfüllt habe. Aber muss halt auch solche Tage geben.

Ich habe auch festgestellt, dass ich wegen meiner Twitter-Timeline oftmals völlig aus meinem Tun gerissen werde, deshalb muss ich das tagsüber nun wirklich etwas sein lassen. Nun geht’s wieder vorwärts 🙂 Und ich hoffe ich schreibe nun wieder öfter…

Nix gut

Stimmungstiefpunkt – Achtung, ein Jammer-Post

Warum, weiß ich garnicht so genau, die letzten Tage waren eigentlich recht schön, aber darüber werde ich ein anderes Mal berichten. Vermutlich ist der Fall von ’schön‘ zu einfach ‚rein garnix‘ schlicht zu groß. Scheint mich immer öfter immer härter zu treffen.

Viel zuhause zu sein, teilweise an einigen Tagen nicht einmal einen Grund zu haben, die Wohnung zu verlassen, da alle Studienunterlagen vorhanden und vor Ort sind und im Kühlschrank genug Nahrung gebunkert wurde. Jetzt hinaus gehen zum Einkaufen würde mir sicher ein paar Flaschen Shampoo und einige Süßigkeiten mehr einhandeln, ist nun aber wirklich nicht notwendig.
Wobei man von Shampoo wenigstens nicht dick wird. Hoffe ich.

Ansich ist auch nichts weiter tragisches passiert, außer natürlich, dass nix passiert ist.
Nagut, ganz nix auch nicht. Aber ich beschäftige mich mehr damit, als mir lieb ist.

Ein Ex-Freund (nicht der, von dem ich mich kürzlich trennte) hat mir heute berichtet, er würde keine Beziehung mehr suchen nach der letzten großen Enttäuschung (das war nicht ich!). Stattdessen hätte er nun einige gute Freundinnen. Mit einer würde er sogar vögeln. Na Glückwunsch… bin nachträglich enttäuscht, was aus ihm geworden ist. Nachdem er mir seit Jahren bei jeder Gelegenheit versucht, zu beweisen, dass er sich geändert hätte. Nicht, dass ich ihm das glauben könnte. Aber in dieser Hinsicht hat er sich auf jeden Fall geändert. Meiner Meinung nach nicht positiv, aber da hat jeder seine Ansichten.
Wenns ihm gut damit geht? Ich glaube es zwar nicht, aber mit solchen Infos sollte er sich mir gegenüber bedeckt verhalten, ich höre sowas nicht gerne. Irgendwie fühl ich mich auch etwas gekränkt, dass bei ihm die körperliche Liebe nun mehr zu einem Trieb verkommen ist. Als wäre es nichts besonderes, das man miteinander teilt. Schade, wenigstens war ich vor dieser neu gewonnenen Erkenntnis mit ihm zusammen.

Ja, bin ich eben spießig, ich kann damit leben. Auch wenns anders vermutlich einfacher wäre. Nur könnt ich das vor mir selbst und meiner Moral nicht verantworten.
Ein klein wenig mag ich vorher ja noch an ihn zurück gedacht haben mit dem Gedanken, dass irgendwann, wenn wir vielleicht beide wirklich vergessen konnten, was in der Beziehung schief gelaufen ist, vielleicht ein wirklicher Neuanfang möglich wäre. Wenn und aber. Vermutlich war es auch nur der mentale Notnagel, bevor man völlig allein und vereinsamt sterben muss. Jedenfalls hat sich das nun irgendwie erledigt, trotzdem schade, hätte ich wirklich nicht gedacht.

Und diese Nachricht erreicht mich natürlich gerade heute, wo ich irgendwie ziemlich mimimi bin. Wetter doof, keine wirkliche Aufmerksamkeit von außen, keine wirklichen sozialen Kontakte. Fleißig war ich auch nicht, hab total viel geschlafen, weil ich so kaputt war von den letzten Tagen. Und außerdem…warum er sowas gerade mir erzählen muss… heute ist nicht der richtige Tag, um an gute Tage der Beziehung zurück zu denken. Die schlechten Tage vergesse ich ziemlich schnell. Bis mir durch Schlüsselwörter wieder Dinge einfallen und ich sofort wieder fühle, was ich damals fühlte.

Ich geb zu, so 100% hat er mich nicht losgelassen, auch wenn die Beziehung ein paar wenige Jahre zurück liegt. Aber es hat nicht funktioniert. Gründe gabs genug. Die gibts auch immernoch. Und es fiel mir bislang etwas schwerer (wenn ich single war) ihn weiterhin von mir zu weisen. Aber jetzt ist das wohl ein wenig anders. Ich bin menschlich schwerer enttäuscht, obwohl er mir (diesmal) nichts getan hat, als ich es vorher war.
Ein Glück bin ich in den letzten Monaten sehr vernünftig gewesen… auch wenns manchmal die Hölle ist und viel leichter wäre, einfach nachzugeben. Hölle!

Ist und war bestimmt besser so. Und morgen ist auch sicher kein mimimi-Tag mehr.
Hoffentlich. Jedenfalls bin ich morgens stets gut gelaunt, es besteht also Grund zur Hoffnung 😉

Mein persönlicher Roundhousekick

Okay, ich gebe ja zu, es ist nicht so nett, auf der Liste der zuvor aussortierten Männer zu schauen, welcher nach der vergangenen gescheiterten Beziehung aktuell vielleicht in Frage käme. Und es mag denen selbst auch etwas komisch anmuten, wenn ich mich nun vermehrt mit ihnen beschäftige, da ich wieder frei wie ein Vogel bin.Hätt ich das vorher gemacht, die ganze Zeit hindurch, wärs doch aber auch komisch gewesen? Ich meine, was erwarten die? Sonst ist man doch eh gleich als Schlampe/Luder oder sonstwas abgestempelt, sogar wenn nichts weiter dahinter steht, als intensive Gespräche. Da wird doch geguckt und überlegt, wenn man sich mit vielen anderen Männern beschäftigt, solang man in einer Beziehung ist? Und sagt jetzt nicht „Nein, niemals“! Ich kenne das, denn ich sehe das selbst so.

Deshalb fahre ich diese bestehenden Kontakte etwas zurück. Sich mögen und unterhalten kann man ja immer, warum auch nicht? Aber zu dicht lass ich diese Menschen dann nicht mehr an mich heran, was zumindest ich durchaus für natürlich halte. Ich persönlich finde es nicht richtig, wenn ich mit einer anderen Person besser/mehr/intensiver rede, als mit meinem Partner. Wozu hab ich mir denn dann sonst auch den Partner ausgesucht? Ich finde körperliche Belange ja durchaus wichtig, doch ist das ja nicht alles? Deshalb sehe ich den auserkorenen Partner als Gesamtpaket. Ansich halte ich zu den anderen dann nur noch Kontakt, wenn man sich tatsächlich auch sonst etwas zu sagen hat. Was ja oft genug nicht der Fall ist. Aus diesem Grund ist mir dann im nachhinein immer schon sehr schnell klar, warum es mit dieser oder jener Person nicht eine nähere Bekanntschaft geworden ist.

Nun habe ich mir diese Kandidaten (Nr.1 -3, wie bereits zuvor erwähnt) ja dann doch nochmal beschaut, mit ihnen wieder mehr Kontakt gepflegt, allerdings mit dem schon aufkeimenden Gedanken, dass irgendwie deren Interesse nicht wirklich vorhanden ist. Sollte mich auch nicht allzu sehr wundern, die denken ja auch, ich hätt sie nicht alle, wenn ich gerade wieder single bin und mich – scheinbar – auf alles männliche Stürze, was nicht schnell genug entkommen kann. Vielleicht stimmt das auch ein wenig, aber ich glaube das ist auch ein wenig für mich persönlich der Test, wie so mein Marktwert ist.
Und das Ego gepusht hätte es sicherlich auch, kann man manchmal ja durchaus gut brauchen. Außerdem bin ich wirklich ungern single. Das Gefühl, von niemandem wirklich gemocht zu werden wie ich nunmal einfach bin, keimt schnell auf, wenn ich malwieder voll von Selbstmitleid erfüllt bin und aus diesem Sumpf auch garnicht mehr so wirklich hinaus will. Kenn ich alles schon.

Nachdem meine leichten Annäherungsversuche irgendwie so gar nicht auf gute Resonanz trafen und ich doch noch zu der Erkenntnis gelangte, dass alle in Frage Kommenden der veralteten mentalen Liste auch jetzt dann nur die 2. Wahl wären, habe ich mich zu einem persönlichen ‚Roundhousekick‘, ein Rundumschlag nach Manier von Chuck Norris entschlossen und vor wenigen Tagen den Kontakt zu allen vorerst völlig auf Eis gelegt. Die kommen prima ohne mich klar und so wirklich von sich aus auf mich zugehen tut von denen auch niemand.

Da bin ich ja schon ein wenig Prinzesschen, ich möchte auch endlich mal, dass ein Mann sich um mich bemüht. Dieses stünde nun aber völlig entgegen meiner Planungen und Vorhaben bezüglich meines ins Visier genommen Opfers…

Da sollte ich nochmal drüber nachdenken…

Begegnungen II

Once upon a time…
Naja, jedenfalls tatsächlich schon einige Jahre her, da verschlug es mich aufgrund aufkommenden Hungers in einen Supermarkt, direkt um die Ecke meiner damaligen Wohnung. Ich war gerade neu in der Stadt (malwieder) und kannte außer an meiner Lern- und Arbeitsstätte keine Menschenseele, so wie üblich.
Die Gegend erkundet hatte ich bereits und irgendwie zeitgleich mit dem Umzug wegen androhender Vereinsamung nach einigen Monaten Pause wieder mit dem chatten angefangen. Wie der Zufall es so wollte, zugegebener Maßen war ich ja auch etwas auf der Suche nach Ablenkung und war vor dem Umzug bereits einige Zeit allein gewesen, tat sich dort eine Bekanntschaft auf, die in einer längerfristigen Beziehung endete und bedauerlicher Weise irgendwann zerbrach.

Doch ich war frisch verliebt, ging also durch den Supermarkt auf der Suche nach irgendetwas essbarem, wenn möglich besonders viel und was leckres, das aber trotzdem nicht lange in der Zubereitung braucht, keine Allergien bei mir auslöst und in einem handelsüblichen Baumwollbeutel Platz finden würde. Quasi eine schier unlösbare Aufgabe, die mir einen längeren Aufenthalt dort bereitete.

Ansich mochte ich den Markt, war schon öfters dort, sozusagen direkt hinter dem Haus in dem ich lebte (aber sowas in der Art sagte ich ja schon). Eigentlich habe ich ein Gesicht, dass mir bereits häufig zu der zweifelhaften Ehre verhalf, von fremden Menschen angesprochen zu werden. Ich nenne das Anlaber-Gesicht. Sowieso wird oftmals behauptet ich würde wie „xy“ (beliebige blonde prominente Frau) aussehen.
Soweit kann ich gut damit leben, allerdings schien ich für die Kassiererin dieses Supermarkts, bei der ich bereits den Verdacht hegte, sie würde dort in ihrem Kabäuschen hinter der Kasse wohnen und einfach nur eine Strandmuschel oder ähnliches über sich stellen, um vor Blicken geschützt zu sein, nicht zuzutreffen.
Wann immer ich keine andere Möglichkeit hatte, als mich bei ihr in die Schlange zu stellen, bediente sie jeden erdenklichen Menschen freundlich und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. Sogar den betrukenen Obdachlosen nahm sie gern das Geld ab.
Wenn ich dran war, zog sie urplötzlich das Tempo des Waren-über-den-Scanner-Geziehe auf ein Höchstmaß an und starrte mich dabei an, als hätte ich alle ihre Kinder gefressen.
Herzlos, wie ich bin! Zum Frühstück, mit lecker Curry-Ketchup!

Aber so weit war ich an diesem Tag noch garnicht, ich schlenderte durch die Gänge und begutachtete das Warensortiment, dass mir noch nicht gänzlich vertraut war. Zuvor hatte ich bei meinen Eltern gelebt, da war ich stets eher ein Einkaufsmitläufer. Aber jetzt, in Freiheit, da wollte ich doch mal was ganz tolles auf die Beine stellen, alleine!
Resigniert stellte ich allerdings fest, dass ich quasi dann doch die Pendants zu den üblichen Mutti-Produkten in den Händen hielt – das andere war mir entweder fremd oder ich wußte sowieso, dass ich es nicht mögen würde wenn nicht sogar einen Allergieschock riskiere.
Naja, dann zum Trost vielleicht noch ein paar Schaumküsse, das wär doch auch schon was schönes. „Und schnell, HUNGER!“, meldete mein Magen, der langsam verzweifelt genug war, damit zu beginnen, sich selbst zu verdauen.

Da spricht mich plötzlich jemand von hinten an.
„Excuse me, lady?“
Ich dreh mich um und denk nur ‚Och nö, nicht schonwieder irgend eine Frage…‘
Der Person zugewandt, sah ich mich plötzlich vor einem (wie meine Mutter sagen würde) BILD von einem Mann gegenüber stehen. Um nun nix falsches zu sagen, ein wirklich gutaussehender Maximalpigmentierter.
„Hey, I’m George“, worauf ich etwas verdattert dann ähnliches entgegnete. Nur natürlich bin ich nicht George, sondern Honi.
‚Was will denn der? Ich stell mich doch nich einfach so irgendwem im Supermarkt vor?‘ denke ich, während er, weiterhin auf English, ein Gespräch beginnt. Er erzählt mir irgendwas davon, dass er meinen ’style‘ gut findet und ob ich nicht vielleicht interesse hätte, mit ihm etwas trinken zu gehen.

Ich muss schon zugeben, der Mantel, den ich anhatte, der stand mir tatsächlich gut!
Und natürlich schmeichelte es mir, einfach so angesprochen zu werden. Da ich vergeben war, erzählte ich ihm selbstverständlich, dass mein Freund das sicher nicht so toll fänd, was er mit einem bedauernden schiefen Lächeln quittierte – sah schon ziemlich süß aus!

So beendete ich dann den Einkauf und jeder ging seines Weges.
Aber ich wünschte mir manchmal, mich würde heute mal jemand im Supermarkt ansprechen. Besonders wenns jemand süßes, attraktives ist. Von mir aus auch im Drogeriemarkt… 😉

Begegnungen I schon gelesen?

Müde Honi Undercover

Ein fauler Tag, irgendwie keine Energie für garnichts. Der Umstand, Student zu sein ist schon sehr praktisch, wie ich heute morgen erfreut feststellte.

Gestern ist es etwas länger geworden, der Zufall will es so, dass Hamlet, mein Bruder, Montags einem seiner Hobbies frönt und Hanni durch das geflimmere des PCs und den damit verbundenen Lautäußerungen via Telefon- bzw Voice-Cat-Konferenz in ihrem Abendprogramm gestört fühlt. Da wir sehr dicht beieinander wohnen und ich sonst ja auch nur vor dem TV hänge, beschlossen wir vor einigen Wochen, dass wir daraus unseren Mädelsabend formen. Bislang von Fressorgien, Alkohol, Lästereien und Gegackere begleitet. Soweit, so gut. Ich hatte außer dem Fruchtsektgetränk oder was auch immer das gewesen sein sollte noch einen Rest in einer Flasche, auf der „Sake“ zu lesen war. In düsteren Erinnerungen, stark vernebelt, kam mir in den Sinn, dass es ekliges Zeug ist und wir es dringend vernichten müssen!
Gesagt, getan.

Ein Glück war gerade noch so viel darin enthalten, dass es für uns beide für jeweils 2 Kurze reichte. Ich weiß nicht, ob ich zur Memme werde, oder ob man einen neuen Spruch erfinden sollte, der ähnliches aussagt wie:
„Bier auf Wein, lass das sein – Wein auf Bier, das rat‘ ich dir“
(falls ich mich richtig erinnere, ist eher schemenhaft, als alles andere 😉 )
Nur mit Sekt und Sake!
Zumindestens war ich heute morgen eine kleine Attraktion. So dermaßen verpennt sehe ich selten aus! Hab mir dann auch noch 1-2 Stündchen länger gegönnt, ich war so frei 😀
Allerdings sei meiner höchsteigenen Natur gedankt, dass ich auch dieses mal sonst keinerlei Anzeichen eines typischen „Katers“ verspürte. Selten, bei wirklichem Übertreiben des Konsums ist mir dann aber tatsächlich auch ein paar Stunden schlecht. Heute nicht.

Da ich heute sonst nicht viel gerissen habe, dachte ich mir, geb‘ ich dem Schicksal und dem Zufall einfach nochmals eine Chance. Natürlich super ungewollt 😉
Demnach ging ich heute also zu einer annährend passenden Uhrzeit wieder zu besagtem Laden, in dem ich ihn am letzten Mittwoch ernsthaft zufällig getroffen habe.
Wirklich hinein ging ich nicht, denn wie oft geht ein normaler Mann schon in einen Drogeriemarkt? Also lungerte ich möglichst unauffällig den Fahrradweg beobachtend in der Gegend herum. Zum Glück hatte sich das Wetter endlich stabilisiert, das den gesamten Tag minutenweise zwischen windig/stürmisch, regnerisch und sonnig wechselte. Sehr im positiven Sinne, die Sonne strahlte als wär nie schlechteres Wetter gewesen!

Zuvor hatte ich noch schnell das schöne Shirt angezogen, dass meine Augen so zum Leuchten bringt. Außerdem, wenn dort sowieso schon die Aufmerksamkeit hin gelenkt wird, schadet ein klein wenig Wimperntusche ja wohl auch nicht. So zur Feier des Tages. Mehr aufbrezeln ist nicht drin, das mach ich sonst ja auch nicht an normalen Tagen. Da könnte man mir ja sonst Vorsatz und mutwilliges Abschleppen vorwerfen – nein, das reicht. Haare kontrollieren kann man ja praktischer Weise im Vorbeigehen in Schaufenstern.

Der Drogeriemarkt ist direkt an einer Kreuzung, dort, wo ich ihn letzte Woche das Fahrrad hab schieben sehen. Taktisch klug dachte ich mir, ich stell mich diesmal auf die Seite, in die er entschwand, vielleicht seh ich dann ja, wohin der Weg ihn führt.
Da dort sonst nicht allzu viele Möglichkeiten waren, bei denen er mir hätte entgehen können, lief ich praktisch bis zur nächsten Kreuzung. Dort befindet sich ein Buchladen, der draußen die Ständer mit ermäßigten Büchern präsentierte.
„Ach, wie toll – da kann ich mich hier mit einem Buch hin stellen, so tun als würde ich ein paar Seiten lesen und dabei in die Richtung schauen, aus der er kommen müsste“,denke ich und positioniere mich – natürlich zum Buchladen gewandt, die Kreuzung im Rücken, den Radweg seitlich im Blickfeld. Sonst würde ich da ja mehr als auffällig herum stehen.

Also nahm ich ein ums andere Buch, las mir den Klappentext durch, befand kaum eines von größerem Interesse – aus irgend einem Grund werden die sicherlich günstiger Angeboten und bei diesen Klappentexten wunderte es mich sowieso nicht – und mimte die interessierte Kundin.
„Ich malwieder, total die Spionin“, dachte ich. Auffällig fühlte ich mich trotzdem.
„Irgendwann kriegst du noch gewaltigen Ärger, wenn du so weiter machst!“, war der darauf folgende Gedanke. So vergingen etwa weitere 10 Minuten.
„Nun, ansich müsste er hier schon vorbei gekommen sein, wenn er nicht doch noch zwischendrin irgendwo eingekauft hat“, dachte ich, während ich hinter mir ein ohrenbetäubendes >>KRACHKLIRR<< vernahm.

Als ich mich umdrehte, hatten 2 Autos sich ziemlich in die Mangel genommen, das eine blieb mitten auf der Kreuzung stehen, ich schätze, das für den Unfall verantwortliche. Das andere fuhr wenige Meter weiter und stellte sich an die Kante. Beobachter des Unfalls gab es einige, die auch sofort auf die Insassen der Wagen (die sitzen geblieben waren) zugingen. Ich stand ja mit dem Rücken zur Kreuzung, was genau passiert war, weiß ich nicht. Es wurden die ersten Handys gezückt und es schien alles seinen Gang zu gehen. Ich stand noch ein Weilchen doof herum und schaute, ob die Unfallgegner soweit okay waren. Dies schien der Fall zu sein, also bemühte ich mich einfach darum, niemandem im Weg zu stehen und bewegte mich vom Ort des Geschehens weg, nicht ohne weiter auf den Fahrradweg zu achten. Als ich mich nochmal umdrehte, sah ich bereits die Polizei auf der Kreuzung stehen.

Ich ging in den Drogeriemarkt, (vielleicht ist er ja doch hier) wo ich mir aus einer Laune heraus dann Nagellack kaufte. Ich glaube, das wird mein neuer ‚Splien‘. Ich hab da immer irgendwas, das ich monatelang verfolge, bis ich vorerst genug davon habe. Meistens dreht es sich hierbei aber um eine HotDog-Phase (Dänischer Art!! Alles andere ist schlichtweg FALSCH!), Silberschmuck, Shampoos, Outfit zusammenstellen für einen bestimmten Anlass, Masterpläne für alles Mögliche aushecken, handwerkliche Projekte in meiner Wohnung oder im Garten meiner Eltern. Aber jetzt mal – ganz unlike me eben Nagellack. Wer hätte das gedacht?

Gesehen habe ich ihn nicht, blödes Schicksal!